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Freiwilligendienste

Bei einem Freiwilligendienst engagiert ihr euch für eine bestimmte Zeit in einer Einrichtung, Organisation oder in einem Projekt im Ausland und macht dabei erste Erfahrungen in der Berufswelt.

Infos zu Kurzzeitfreiwilligendiensten gibt's in der Rubrik "Workcamps" und der Rubrik "WWOOF".

Langzeitfreiwilligendienste dauern meist 6 bis 12 Monate. Sie sind oft eine sinnvolle Überbrückung zwischen der Schulzeit und Ausbildung/Studium und bieten die Möglichkeit, umfassende Erfahrungen in einem Gastland zu sammeln. Es gibt geförderte und nicht-geförderte Freiwilligendienste.

Kurzüberblick zu geförderten Freiwilligendiensten (PDF, 241 KB)

Um einen Platz in einem geförderten Freiwilligendienst solltet ihr euch mindestens 6-8 Monate im Voraus bewerben. Spontan findet ihr aber auch noch Plätze in unserem Last Minute Markt.

  1. IJFD
  2. Europäisches Solidaritätskorps
  3. weltwärts
  4. kulturweit
  5. Deutsch-Französischer Freiwilligendienst
  6. FSJ/FÖJ im Ausland
  7. Nicht-geförderte Freiwilligendienste
  8. Voluntourismus
  9. Qualität in Freiwilligendiensten
  10. Weitere Dienste und Anlaufstellen

    Nicht-geförderte Freiwilligendienste

    Neben den geförderten und gesetzlich geregelten Freiwilligendiensten – die leider nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen bieten – könnt ihr auch einen nicht-geförderten Freiwilligendienst machen. Angebote gibt es im ökologischen, sozialen oder kulturellen Bereich. Außerdem gibt es Friedens- oder Entwicklungsdienste.

    Wichtig: Viele Organisationen sprechen von "einem freiwilligen sozialen Jahr", meinen damit aber nicht das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), sondern einen nicht-geförderten Freiwilligendienst im sozialen Bereich.

    Bei nicht geförderten Freiwilligendiensten tragt ihr die Kosten für euren Auslandsaufenthalt. Diese sind unterschiedlich hoch – je nachdem von welcher Organisation ihr euch ins Ausland vermitteln lasst, wie lange ihr bleibt, wohin es geht usw. Manchmal habt ihr die Möglichkeit, die Kosten für euren Auslandseinsatz über eine Teilförderung oder durch den Aufbau eines Unterstützerkreises zumindest teilweise zu decken.

    Die Chancen, einen Platz in einem nicht-geförderten Freiwilligendienst zu bekommen, sind wesentlich höher als in einem geförderten Dienst.

    Bewerbung und Anforderungen

    Der Bewerbungsprozess ist bei nicht-geförderten Freiwilligendiensten weniger aufwendig als bei geförderten Diensten. Zudem sind nicht-geförderte Freiwilligendienste zeitlich flexibler, d.h. sie können z.B. auch nur 3 Monate dauern.

    Die Anforderungen sind, je nach Organisation und Einsatzprojekt, sehr verschieden. Auf jeden Fall solltet ihr 18 Jahre alt sein. Einige Organisationen bieten auch Plätze für Minderjährige an. Achtet genau darauf, dass in diesem Fall das Projekt auch geeignet ist.

    Bewerben müsst ihr euch bei einer Organisation in Deutschland, die euch dann in ein Freiwilligenprojekt im Ausland vermittelt. Gemeinnützige und kommerzielle Vermittlungsorganisationen findet ihr in unserer Programmdatenbank. Auf www.freiwilliges-internationales-jahr.de findet ihr auch geförderte und nicht-geförderte Freiwilligendienste von gemeinnützigen Organisationen. Tipps zur Auswahl einer Organisation findet ihr in unserer Rubrik "Kriterien für seriöse Organisationen".

    Kindergeld

    Bei einem nicht-geförderten Freiwilligendienst wird das Kindergeld nicht unbedingt weiter gezahlt wird, da der Bildungsanspruch des Programms – anders als bei gesetzlich geregelten Freiwilligendienste – nicht immer erfüllt ist.

    Wenn ihr nachweisen könnt, dass euer Dienst im Ausland ähnliche Rahmenbedingungen (regelmäßige soziale Mitarbeit, pädagogische Begleitung und Seminarangebote) wie die gesetzlich geregelten Dienste anbietet, könnte euch der Kindergeldanspruch gewährt werden. Dies solltet ihr vorher mit eurer Kindergeldkasse besprechen.

    Alternativen

    Wer kurzfristig sucht und offen für Land und Projekt ist, kann im Last Minute Markt Plätze in geförderten Freiwilligendiensten finden, bei denen jemand abgesprungen ist. Wenn ihr euch nur für kurze Zeit engagieren und reisen möchtet, könnte auch ein Workcamp das Richtige für euch sein.

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