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Praktika im Ausland

Während eines Auslandspraktikums könnt ihr in die Arbeitswelt hineinschnuppern und Kenntnisse aus eurer Ausbildung oder eurem Studium anwenden. Außerdem lernt ihr die Arbeits- und Lebensgewohnheiten eines anderen Landes kennenzulernen und könnt eure Sprachkenntnisse verbessern.

Allerdings sind Auslandspraktika oft unbezahlt und können daher recht kostspielig werden. Es gibt aber auch verschiedene Förderprogramme.

  1. Voraussetzungen
  2. Länderwahl
  3. Programme für Studierende und Graduierte
  4. Programme für Auszubildende und junge Berufstätige
  5. Eigene Suche von Praktika
  6. Vermittlungsorganisationen

    (Förder-)Programme für Auslandspraktika für Auszubildende und junge Berufstätige

    Allgemeine Förderprogramme

    Erasmus+ Praktika für Auszubildende
    Die sogenannten Pool-Projekte im EU-Programm Erasmus+ Mobilität in der Berufsbildung sind offen ausgeschriebene Stipendien. Sie ermöglichen Auszubildenden ein gefördertes Praktikum im europäischen Ausland. Passende Projekte findet ihr auf der Webseite www.machmehrausdeinerausbildung.de, der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

    In diesem Video erfährst du, wie ein solches Praktikum aussehen könnte:

     Beim Abspielen werden Daten an YouTube gesendet. Okay

    Förderprogramm "AusbildungWeltweit"
    Wer während der Ausbildung ein Praktikum außerhalb Europas machen möchte, kann seiner Ausbildungsstelle bzw. Berufsschule vorschlagen, dazu Fördergelder aus dem Programm "AusbildungWeltweit" zu beantragen.

    Auslands-BAföG
    Eine weitere Fördermöglichkeit für Praktika im Rahmen der Ausbildung ist das Auslands-BAföG. Auslandspraktika, die mindestens 12 Wochen dauern, können im Zusammenhang mit einer Berufsfachschulausbildung gefördert werden, sofern die Durchführung des Praktikums im Ausland nach dem Unterrichtsplan vorgeschrieben bzw. im Ausbildungsvertrag fest vereinbart ist.

    Dabei darf das Einkommen der Eltern einen bestimmten Betrag nicht übersteigen. Um festzustellen, ob eine Förderung möglich ist, gibt es den (inoffiziellen) BAföG-Check. Beantragen solltet ihr das Auslands-BAföG mindestens 6 Monate vor Ausreise. Das Auslands-BAföG wird zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen geleistet – einen Teil müsst ihr also später zurückzahlen.

    Programme für bestimmte Zielländer und/oder Fachrichtungen

    Praktika in Frankreich, Polen oder Tschechien
    Außerdem gibt es über das Deutsch-Französisches Jugendwerk, das Deutsch-Polnische Jugendwerk und über das Koordinierungszentren Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch – Tandem, einige Förderprogramme, um als Auszubildender nach Frankreich, Polen bzw. Tschechien zu gehen.

    Parlamentarisches Patenschaftsprogramm (PPP)
    Über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses werden Stipendien für einen Arbeitsaufenthalt in den USA für junge Berufstätige aus kaufmännischen, technischen, handwerklichen und landwirtschaftlichen Berufen mit abgeschlossener Berufsausbildung vergeben.

    Azubis in die USA
    Für Azubis aus Bayern und Hamburg bietet die Joachim Herz Stiftung im Programm "Azubis in die USA" Stipendien für einen 6- bis 10-wöchigen Aufenthalt in den USA an.

    Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer
    Die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer vermittelt Praktikant(inn)en aus Deutschland gezielt an französische Unternehmen und Institutionen. Auf der ihrer Webseite könnt ihr im Praktika-Stellenmarkt nach Ausschreibungen suchen.

    xchange - Lehrlinge sammeln Auslandserfahrung in der Alpenregion
    Das Programm xchange bietet Auszubildenden aus Baden-Württemberg und Bayern die Möglichkeit ein 4-wöchiges Auslandspraktikum in der Alpenregion zu absolvieren (Frankreich (Elsass), Italien (Südtirol, Trient, Lombardei), Liechtenstein, Österreich (Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich, Salzburg), Schweiz (Aargau, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St. Gallen, Appenzell-A., Graubünden, Tessin)).

    Euregio-Zertifikat
    Auszubildende und Berufsschüler(inne)n aus der Oberrheinregion, können während ihrer Ausbildung im Rahmen des Projekts Euregio-Zertifikat ein mindestens vierwöchiges Praktikum in Frankreich oder der Schweiz absolvieren. Dafür bekommt ihr finanzielle Unterstützung und das Euregio-Zertifikat.

    "Let’s go!" und "Lift!"
    Die beiden Initiativen der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (LGH) bieten Stipendien für 2- bis 4-wöchiges Betriebspraktikum im europäischen Ausland, die durch das EU-Programm Erasmus+ finanziert werden.

    Deutscher Bauernverband
    Studierende und junge Berufstätige aus dem Agrarbereich zwischen 18 und 30 Jahren haben die Möglichkeit über den deutschen Bauernverband finanziell geförderte Praktika von 3 bis 12 Monaten in landwirtschaflichen Betrieben weltweit zu absolvieren.

    Azubis (aus Brandenburg) für die Entwicklungszusammenarbeit
    Im Rahmen des Förderprogramms "Jugend für Entwicklungszusammenarbeit" haben Brandenburger Azubis die Möglichkeit, bis zu sechs Wochen Praxisluft in einem Projekt in Asien, Lateinamerika oder Afrika zu schnuppern. Der Arbeitsaufenthalt wird von der IHK Potsdam und dem Land intensiv vorbereitet und begleitet. Mehr Infos gibt es bei der Mobilitätsberatung der IHK Potsdam oder bei der Stiftung Nord-Süd-Brücken.

    ASA-Programm
    Das ASA-Programm vergibt jährlich rund 300 Stipendien an junge Menschen zwischen 21 und 30 mit abgeschlossener Berufsausbildung, Studierende und Graduierte, die sich für globale Zusammenhänge interessieren und etwas bewegen wollen. Als Teilnehmende des Programms besucht und gestaltet ihr Seminare, macht ein Projektpraktikum in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa. Ein aktives Alumni-Netzwerk bietet euch die Möglichkeit, euch auch danach weiter für eine nachhaltige und solidarische Gesellschaft zu engagieren. Bewerben könnt ihr euch jährlich vom 20. November bis 10. Januar.

    Wer hilft weiter?

    Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung (IBS)
    Die IBS informiert und berät kostenlos und unabhängig über Möglichkeiten, berufliche Lernerfahrungen im Ausland zu sammeln. In der IBS-Datenbank könnt ihr nach Programmen und Finanzierungshilfen suchen. Außerdem gibt's auf der IBS-Webseite einen Überblick über eure Möglichkeiten sowie Tipps und Checklisten für die optimale Planung eures Auslandsaufenthaltes.

    Koordinierungsstelle "Berufsbildung ohne Grenzen"
    Berufsbildung ohne Grenzen ist eine Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertags e.V. und des Zentralverbands für die Weiterbildung im Handwerk e.V. Auf der Webseite findet ihr hilfreiche Infos zu Auslandspraktika für Auszubildende sowie Ansprechpartner/-innen, die euch persönlich beraten.

    Europass
    Wer plant, während der Ausbildung (Schule, Berufsausbildung, Studium, Praktikum) einige Zeit im Ausland zu verbringen, sollte sich seine Erfahrungen und Qualifikationen im Europass Mobilität dokumentieren lassen. Wichtig ist, dass die Qualitätskriterien für den Auslandsaufenthalt erfüllt sind. Eure Sprachkenntnisse könnt ihr im Europass Sprachenpass eintragen. Was es mit den verschiedenen Europass-Dokumenten genau auf sich hat und wie das Ganze funktioniert, erfahrt ihr in unserer Rubrik "Europass".

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